FACHTAGUNG "Psychotherapie in Zeiten kollektiver Verunsicherung"

Unsere Gesellschaft scheint aus den Fugen. Was eben noch Sicherheit und Struktur gegeben hat, steht plötzlich infrage. Hat uns schon die Corona-Pandemie verunsichert, weil eine einheitliche fachlich geleitete Meinung und Handlungsorientierung nicht zu erreichen war, so kam Anfang 2022 der Beginn des Krieges in der Ukraine hinzu. Die Souveränität der Staatsgrenzen schien außer Kraft und Kriegsflüchtlinge trafen bei uns ein. Mit ihnen wurden längst vergessene Erinnerungen wach und neben den realen Ängsten kamen alte Traumatisierungen auf. Aber nicht nur die äußeren Strukturen geben Anlass zur Unsicherheit. Im Ringen um eine gendergerechte Sprache und den Erhalt unserer Umwelt wird auch die Art und Weise unserer bisherigen Haltung und unseres Denkens infrage gestellt. 

 

Die kommende Tagung soll das Thema der kollektiven Verunsicherung in den Fokus nehmen, die von vielen Seiten in unserer Gesellschaft dringt. Sie reicht bis in die Behandlungszimmer und beeinträchtig unsere therapeutische Haltung. Mit Herrn Prof. Vogel, Frau Dr. Becker und Frau Kriese haben wir namhaften Referenten zu uns einladen können, die zum Einfluss des gesellschaftlichen Geschehens auf die therapeutischen Prozesse referieren werden und bemüht sind, uns bei aller Problematik eine Orientierung zu geben. 

 

Wir freuen uns sehr auf die Tagung und das gemeinsame Miteinander. Wir haben in jetziger Planung eine Präsenztagung im Sinn und hoffen nach zweijähriger Corona-Pause Sie wieder bei uns begrüßen zu können. Es wird dazu ein gutes Catering geben und ausreichend Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir hoffen und wünschen uns sehr, dass Sie das Angebot unserer Tagung wahrnehmen können und wir sie mit unserem Thema erreichen. 

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Uwe Wutzler

für den Vorstand